ZD 40-150mm 1:3.5-4.5 gegen Vivitar 75-205mm 1:3.8 MACRO

Hier die beiden Kontrahenten im Bilde, allerdings nicht maßstabsgetreu. Beim Vivitar ist hinten noch ein Telekonverter mit dran, der bei diesen Aufnahmen aber nicht verwendet wurde.

 

Das im folgenden verwendete Testbild. Innenaufnahme bei Tageslicht mit manuellem Weißabgleich. Aufnahmeentfernung etwa 2m. Brennweite 150mm mit dem Zuiko, beim Vivitar vermutlich auch.

 

Das linke Bild ist jeweils vom Vivitar, das Rechte vom Zuiko. Beim Draufklicken gibt es die Crops in Original-Auflösung bei 600 x 600 Pixeln zu sehen.

 

Vergleich aus der Ecke rechts oben

 

Offenblende (f3.8 Vivitar bzw. f4.5 Zuiko)

 

Blende 5.6

 

Blende 8

 

Blende 11

 

Blende 16

 

Blende 22

 

 

Vergleich aus der Bildmitte

 

Offenblende (f3.8 Vivitar bzw. f4.5 Zuiko)

 

Blende 5.6

 

Blende 8

 

Blende 11

 

Blende 16

 

Blende 22

 

 

Es ist gut zu erkennen, dass sich die beiden Objektive nicht großartig in der Abbildungsleistung unterscheiden. Das Vivitar hat durchgehend etwas weniger Kontrast und die Schärfeleistung ist etwas geringer als die vom ZD. Gut zu sehen in der Bildmitte ab Blende acht, wo das ZD das Muster vom Offsetdruck auf den Buchrücken noch auflöst. In den Ecken ist das Vivitar noch etwas weicher als das ZD, was aber ab Blende 8 nicht weiter ins Gewicht fällt. Interessanterweise ist die Offenblendleistung (Halos, Color Fringing) des Vivitars bei starken hell-dunkel-Kontrasten in der Bildmitte besser als die des ZD, wobei es am Bildrand genau anders herum ist. Ab Blende 8 sind wieder beide gleichauf.
Das ZD ist mit 425g gegenüber den 725g des Vivitars ganze 300g leichter. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist muss jeder für sich wissen. Der eine mag nicht so viel schleppen, der andere braucht viel Masse um den Tatter auszugleichen ;-).
Die mechanische Verarbeitung des Vivitars ist natürlich allererste Sahne, wie man es von 30 Jahre alten Linsen gewohnt ist. (Apropos: Die Gläser sind immer noch vollkommen sauber und Staubfrei, was ich von meinem verpilzten 50er OM-Zuiko absolut nicht behaupten kann). Solides Metallgehäuse, großer und griffiger Zoom- und Focusring mit angenehmer Dämpfung. Der Zoom „creept“ leider auch beim Vivitar, hier allerdings wohl eher aufgrund der großen Masse, nicht wegen der nicht vorhandenen Dämpfung wie beim ZD.
Die Naheinstellgrenze des Vivitars ist mit durchgehend 1.2m um 30cm kürzer als beim ZD.

Das Vivitar hat mich damals lediglich EUR16,49 in der Bucht gekostet.


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